„Dem Ingenieur ist nichts zu schwör …“ - K 05-13

Veröffentlicht auf von alteninformant


… sagt eine Volksweisheit. Doch Frau Merkel ist Physikerin. Ihr scheint fast nichts zu schwer zu sein. Macht sie doch uns und Leuten von großem Rang und Namen nicht ganz ohne Erfolg glauben, dass sie Euro-Rettungsschirme ziemlichen Kalibers stemmen kann. Freilich – an die Banken, deren ordentliche Kontrolle, traut sie sich wohl nicht so richtig heran.

Und an die Aufgabe, im dritten Jahrzehnt (!) nach der von ihr doch engagiert mitbetriebenen Herstellung der deutschen Einheit die Renteneinheit herbeizuführen, die Angleichung der Ost- an die Westrenten. Dazu hatte sie zwar vor vier Jahren (!) auf dem Leipziger Seniorentag einen guten Vorsatz gefasst. Auch in den Koalitionsvertrag der nun auslaufenden Bundestagswahlperiode ließ sie die Aufgabe schreiben.

Doch in den letzten Monaten lässt sie verbreiten, die Renteneinheit sei doch so arg kompliziert

Bei aller „natürlichen“ Autorität der Chefin – auch sie hängt von ihrem Personal ab, rät mir ein Weggefährte zur Nachsicht. Und schickt den Hinweis hinterher, wer dem Bundeskanzleramt vorsteht, grinst dabei: Ronald Pofalla.
Auch ein anderer Verantwortlicher hat an Ruf eingebüßt: der für die Aufgabe unmittelbar zuständige Parlamentarische Staatssekretär, der „Ostbeauftragte“ der Bundesregierung Christoph Bergner. Wie bei der Kanzlerin sah mancher bei ihm die Sache zunächst in guten Händen.

B. ist immerhin Hochschulschul-Agraringenieur. Ingenieure sind diesen Kreisen nicht zahlreich. Unter den 603 Abgeordneten des Bundestages stehen mit 123 die Juristen an erster Stelle, es folgen 67 LehrerInnen.

Bedenken wir also das politische und menschliche Umfeld der Frau Dr. Merkel in der eigenen Partei, der Koalition usw.!
Schon der Altkanzler Kohl sprach manchmal davon, von Bedenkenträgern umzingelt zu sein.
Das geht doch Frau Merkel nicht anders!
Ob sie ihre Freundinnen Liz Mohn und Friede Springer zur Renteneinheit in unserem Sinne raten, ist nicht so ganz sicher.

Nun gibt die Physikerin den Akteuren noch mehr Zeit.
Nach den Maßstäben der Astrophysik?
Das kann man befürchten.

Tatsächlich gibt es zu dem Problem bei Ost und West stark differierende Meinungen, Und die wollen sich anscheinend nicht einigen, obwohl sie dafür viel Zeit hatten. Daran hat es nicht gemangelt. Macht der Ost-West-Rentendialog da überhaupt noch Sinn?

Aufgeschoben sei nicht aufgehoben soll von Ch. Bergner, nun ausgewiesener Spezialist der ganz langen Bank, zu vernehmen gewesen sein.

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Nachsicht mit der Bundeskanzlerin? Weil: Die habe ja genug „um die Ohren“. Und kann sich nicht auch des letzten Versprechens annehmen. Man verspricht viel, wenn der Tag lang ist, sagt doch der Volksmund. Dass Merkel-Tage lang sind, glauben auch ihre ärgsten Widersacher.

Die Aufgabe steht auch in der Koalitionsvereinbarung? Was da so alles steht!

Nachsichtig sind mit der Frau doch auch die tollen Umfrageergebnisse der Meinungsforscher! Das ist ein Thema für sich!

Immerhin wurde kürzlich auch Christine Lieberknecht, Ost-Ministerpräsidentin (Thüringen), ungeduldig, sprach böse von „Arbeitsverweigerung“ der Regierungschefin und „windelweichen Ausreden“. In der Politik sei „vieles schwierig“. – „Freies Wort“ (Suhl), danach „Berliner Morgenpost“ (25.9.2012)
K 33-12 „Ostrenten – verbesserte Aussichten?“

DIE LINKE, Brandenburg, resümiert:

„Seit die Ostdeutsche Angela Merkel Kanzlerin ist, gibt es keinen wirklichen Schritt der Annäherung der Ostrenten, geschweige denn die überfällige grundsätzliche Lösung des Problems. Selbst die prozentual etwas höhere Rentenanpassung Ost in diesem Jahr von 2,26 % mehr gegenüber 2,18 % im Westen, hat den Abstand absolut sogar noch vergrößert. Der aktuelle Rentenwert (West) stieg zum 1. Juli des Jahres von 27,47 € auf 28,07 €, der Rentenwert Ost von 24,37 € auf 24,92 €. Das heißt, die Differenz von Ost zu West ist sogar wieder gestiegen. Ostdeutsche Renten liegen trotz längerer Lebensarbeitszeit im Schnitt bis zu 140 € unter vergleichbaren Rentenzahlungen im Westen Deutschlands.“

DIE LINKE setzt sich seit Jahren mit ganz konkreten Initiativen für die Rentenangleichung ein. Bundestagsprotokolle weisen es aus. Link Sie wurden allesamt vom Tisch gewischt. http://www.google.de/search?client=opera&q=bundestag+linke+ostrenten&sourceid=opera&ie=utf-8&oe=utf-8&channel=suggest

 

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