Humoristische Altenpflege

Veröffentlicht auf von altenhumor

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Bei pit werden die Alten – oft aus einer Problemsicht heraus – erheiternd ermutigt. Altersspezifisch – sozialpolitisch und überhaupt.

In der Kritik an unsozialer Beutelschneiderei stehen uns poloitische Kabarettisten zur Seite mit ihren ironischen Lageeinschätzungen, mit ihrem Hohn und Spott für amtliches Verständnis von Sozialpolitik.  

Dieser besondere Humor wappnet gegen Unbill, die uns zugefügt wird. Nicht, indem er ablenkt, sondern durch Sensibilisierung, Stärkung der Abwehrreaktionen. Es ist wesentlich ein „stacheliger Humor“.

Hinweise auf die leeren Späße von Comedians sucht man hier vergeblich.

Doch für die wird anderswo schon reichlich geworben.

 

Wer bei der Suchmaschine Google „pits Humor“ eingibt, gelangt auch zu  


www.alteninformant-pit.de

 

 

und von dort über die Navigationsleiste (links auf dem Bildschirm) zur Humorseite mit Bezug zu einer etliche Seiten langen Witzsammlung sowie Hinweisen und Links zu Kabarettprogrammen.

 

Wer dazu aufgelegt ist, kann damit auch Treffs im kleinen Kreis, vielleicht sogar mit ein paar KollegInnen plus Familie alternativ gestalten.

 

Humor tut gut. „Er durchbricht die Kausalkette chronischer Stress, Depression, frühes Ableben.“

Das sagt der Arzt (!) und Kabarettist Eckart von Hirschhausen.

„Das Komische ist die letzte Sicherheit gegen den Schrecken“, wirft Piet Klocke ein.

„Humor ist die Lust zu lachen, wenn einem zum Heulen ist“, hatte seinerzeit Werner Finck erfahren.

Die gegenwärtige Krise nicht so ernst zu nehmen, rät der bayerische Kabarett-Altmeister Helmut Ruge. „Denn die nächste Krise kommt bestimmt.“

„Politsatire ist Protest gegen das, was Macht bedeutet“, so der „Scheibenwischer“-Erfinder Dieter Hildebrandt. „Diese Art der Satire wirke „gegen die Gefahr zu resignieren“.

 

Solch Spotten über Politiker, sie herabzusetzen, sei nicht zweckdienlich, wandte mir ein norddeutscher Seniorenfunktionär ein und ist wohl davon nicht abzubringen.

Doch wie „tiefsinnig“ sind manche ihrer Reden! Da sei nur auf das aktuelle Schwachsinnsbeschönigungsgesetz verwiesen, offiziell „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ genannt, hahaha!

 

Hier ist „Mut zur Respektlosigkeit“ angezeigt. Stattdessen pflegen ein paar verbissen Ernsthafte ihren „Dünkel, alles, was komisch ist, madig zu machen“ (Hirschhausen).

 

Sogar der SPIEGEL (8-09) schrieb über „die erstaunliche Wirkung des Humors“ und kam zu dem Ergebnis: „Humor ist erlernbar und macht glücklich“.

 

Die Programme von Volker Pispers, dem „Kabarettisten unseres Vertrauens“, sind „die reinsten politischen Weiterbildungen“ schrieb die „Berliner Zeitung“  (6./7.6.2009)  Da geht es um volkswirtschaftlichen Schwachsinn, multimorbide Gesundheitssysteme und immer auch um Finanzen.

 

Solch Hohn erweist sich als starke Waffe der (nicht wirklich) Schwachen, die nicht (länger) wehrlos sein wollen. Er stellt die Konstruktionen der Macht in Frage, destabilisiert diese weiter.

 

Auf die gängigen Methoden der Abwehr muss man gefasst sein. Der Münchener Psychoanalytiker Dr. Wolfgang Schmidbauer nennt als Versuche, kritischen Humor zu entwerten:

„Sie nehmen das Problem nicht ernst."

„Achten Sie auf die Würde des Tribunals!"

„Neues Deutschland", 16.7.2011

 

Andererseits wird ernsthaftes Insistieren in Diskussionen schon mal mit der Frage bedacht:

„Hatten wir nicht ausgemacht, humorvoller miteinander umzugehen?"

 

In Abwandlung eines Klasikers von „Ton, Steine, Scherben"

empfahl die Medienseite der „Berliner Zeitung" an einem 1. April:

unter der Überschrift „Selten so gelacht":


„Lacht kaputt, was euch kaputt macht!" 

 

Noch eins:

Vielleicht erinnern sich manche von uns bei all dem an eine Erfahrung aus dem Berufsleben, wo entsprechend konditionierte Kollegen unter dem „Schutzschild des Humors“ sogar als unsagbar Geltendes ansprechen konnten.

 

 

Remake von "pits aktueller Kommentar" 37-09

 

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