„Wer wählt, darf auch meckern“ - K 25-13

Veröffentlicht auf von alteninformant

 

Das habe ich bei Bettina Tietjen im NDR aufgeschnappt.

Meckern jeweils über die Leute der eigenen Wahl und über die anderen  sowieso.

 

Nichtwählen bedeutet letztlich, sich von alldem selber auszuschließen – nicht nur von dem kurzen Akt in der Wahlkabine.

 

Wer kann schon von sich sagen, dass ihn all das nicht doch berührt, dass es ihm  einfach schnuppe ist?

 

Der typische Nichtwähler sei Geringverdiener, bildungsschwach, lebt in einem „sozialen Brennpunkt“, „gehört der Unterschicht“ an, ist das gängige Urteil.

Wer möchte sich so eingeordnet sehen?

 

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Die etablierten Parteien werben nicht zuletzt mit Aussagen zum Thema Renten um unsere Wählerstimme. Mehr oder weniger nachdrücklich. Die Unionsparteien verzichten in ihrem neuen (!) Regierungsprogramm, die Ostrentenangleichung anzusprechen. Die CDU verspricht nichts, wovon sich jede/r hier per Mausklick überzeugen kann. Weil ihnen die alten Ossis schnuppe sind?  http://www.cdu.de/artikel/regierungsprogramm-zum-herunterladen  

 

Sie setzen wohl inzwischen gänzlich auf der Kanzlerin wirkungsvoll vorgespielte schlichte Mütterlichkeit und ihre Wirkung auf schlichte Gemüter.

 

Die Masche mit einem „Versprechen“ ist out, dass sie noch zieht, glaubt das  Kanzleramt nicht mehr. Anders die Ministerpräsidentin Thüringens,  Christine Lieberknecht. Die hadert darüber mit ihrer Parteivorsitzenden.

Auch der eine oder andere Sympathie heischende CDU-Bundestagskandidat in irgendeinem Wahlkreis verbreitet noch weiter, er würde sich für die Renteneinheit einsetzen.

 

Wer die nochmal wählt, sollte eigentlich nicht meckern! Das hat sie / er schon mal verwirkt. Es gibt halt berechtigte und unberechtigte Erwartungen.

„Deutsche Renteneinheit – in 160 Jahren?“ – Siehe  K 20-13

 

Sicher beeindruckt die Kanzlerin auch oder gerade die Ollen als „mächtigste Frau Europas“. Das tut dem Nationalstolz gut und verbietet geradezu „kleinliche Einwände“.

 

„Ein typischer 75-jähriger, oft sogar noch ein 85-jähriger hat die gleiche Lebenszufriedenheit wie ein typischer 45-jähriger“, verbreitet jetzt ein Professor der Humboldt-Universität. („Neues Deutschland“ 27.8.) Beide meckern also gleich viel oder gleich wenig. Zumindest ist Alter also kein Grund, das Meckern aufzugeben. 

 

Wann gehen wir wieder auf die Straße?

 

Aber da kommt die Bundesregierung daher mit der Parole, Deutschland ginge es gut und besser, und 76 % würden das bei Umfragen bestätigen.

Allensbach macht's möglich. Oder ist es Bertelsmann? Auf die restlichen bloß 24 %,  oder wieviel auch immer, hinzuweisen, erscheint bloß kleinlich.

 

Siehe auch „Ich hab' alles, was ich brauch' … (und 'nen Bauch hab' ich auch“)      

 

K 21-13

 

 

                                                                                                                     11.9.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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