Majestät „Mutti" - K 22-13

Veröffentlicht auf von alteninformant

Wer das liest, dürfte kaum im Zweifel sein, worauf da angespielt wird. „MachtMenschMerkel“ sendete das ZDF dieser Tage (13.8.). Schon das enge Nebeneinander der M-Wörter im Titel ist Denkanstoß. Die Mächtige macht darin ganz auf Mensch, gibt sich als „Mutti“ – Emm-Nummer Vier. 

Nicht dass in Deutschland in aller Stille eine neue verfassungsrechtliche Instanz geschaffen worden wäre. Doch wird der im Äußerlichen doch recht schlicht auftretenden Frau der Glanz sagenhafter Autorität zugeschrieben oder angedichtet, wie sie aristokratische Verhältnisse kennzeichnete.

 

Als Präsidial-Kanzlerin titulierte sie die „Berliner Zeitung“ (9.8.), als sie der Vor-Vorgänger-Regierung die Schuld dafür zuschob, dass sich Bundesbürger bei beliebigen Internetaktivitäten der Überwachung der Geheimdienste ausgesetzt sahen. Das aber, ohne sich selber wahrnehmbar  für deren Schutz einzusetzen. 

 

Immer mal gebraucht sie die Formel angeblicher „Alternativlosigkeit“ ihres Regierungshandelns. Steckt darin nicht schon so etwas wie der Absolutismus der Kaiser und Könige?

 

„Mutti wird es schon richten" meint zuallererst: 

 

SIE  bringe uns durch die Krise, so dass Deutschland weniger als andere Länder darunter zu leiden hätte.

Fast beifällig wird dokumentiert, was sie südeuropäischen Ländern als Wortführerin einer EU-Troika abverlangt hat. Von „Merkelscher Rettungslogik für Europa“ ist die Rede. Chauvinistisch: „Ganz Europa auf Merkel-Kurs.“

 

Bürgernäher ist von den Regierenden Europas vielleicht nur Silvio Berlusconi, lehrt mich höhnisch  eine humorige Kolumne der „Berliner Zeitung“. 

 

Frau Merkel „verbreitet Wohlgefühl", gesteht der SPD-Kandidat seiner Kontrahentin zu und kommt dann gleich „kantiger", wie er sich selbst sieht:.„Mutti lullt gerne ein."

 

Aber lässt sie uns tatsächlich ruhig schlafen? 

 

„Der Glaube an ein ,Weiter-so' ist erschüttert“ habe ich an dieser Stelle den Bundespräsidenten zitiert. – K34-12

„Selten wurden wir vor einer Wahl so getäuscht“, urteilen die „NachDenkSeiten“. Weiter: „Merkel und ihre Wahlkampstrategen nutzen jede Gelegenheit aus, um die kalte und machtbesessene Kanzlerin in ein menschlich-sympathisches Licht zu rücken. Systematisch wird an ihrem öffentlichen Anschein gearbeitet, der ihr tatsächliches politisches Handeln verdeckt, ja ... darüber hinwegtäuschen soll.“

 

Zugunsten von uns Alten im Osten hat die Angela aus der Uckermark ihre Autorität nicht in die Waagschale geworfen – nur zeitweilig schien das so.

 

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Im Falle eines Sieges der Christlichen Parteien bei der Bundestagswahl finden sich vielleicht noch Freundinnen und Freunde, die mutig beim Papst die Heiligsprechung von Angela – der Engelsgleichen – zu betreiben versuchen  Besonders versteht sich CSU-Horst auf gewagte Unternehmungen.

 

In der Union gibt es freilich neben Bewunderung auch Unbehagen mit dem Führungsstil von M.  Die Partei müsse „inhaltlich geführt" werden 

 

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